Heimnetzwerk

Richtig bequem funktioniert Multimedia in den eigenen vier Wänden nur per Netzwerk. Mit der entsprechenden Technik klappt das Verteilen von Videos, Musik und Internet auch durch Wände hindurch und über Stockwerke hinweg.

Immer mehr Geräte können daheim miteinander verbunden werden: Bilder und Videos vom Handy oder von der Kamera sollen auf den Fernseher kommen, Musik vom Tablet oder Rechner auf die Sterioanlage. Und um etwa Streaming- oder Video-on-Demand-Dienste nutzen zu können, rauscht auch noch das Internet durchs Heimnetzwerk. Bei vielen Geräten läuft die Kommunikation untereinander fast automatisch, manchmal ist beim Aufbau eines Heimnetzes aber auch noch richtige Handarbeit gefragt.

Viele Geräte wollen aber nicht nur direkt miteinander verbunden werden, vernetzen bedeutet heutzutage vor allem: Es muss eine Verbindung ins Internet geben. Zentrales Gerät im Heimnetzwerk ist meist der Router. Die Fitz!box bietet 4 Anschlüsse für Netzwerkkabel (Lan), über die dann Computer, aber auch netzwerkfähige Fernseher angeschlossen werden können. Ein Anschluss davon wird als Eingang vom Glasfaseranschluss benötigt. Per WLan-Funk finden auch Smartphones oder Tablets den Weg ins Internet.heimnetz 640

In der Praxis tauchen aber schnell Probleme auf. Das fängt schon damit an, dass Router und viele der Geräte, die angeschlossen werden sollen, nicht im selben Raum stehen: Oft trennen sie mehrere Wände oder ganze Stockwerke. Aber das muss kein Hindernis sein. Denn zum Aufbau des Heimnetzes gibt es im Wesentlichen drei Techniken: Lan, WLan und Powerline, die Datenübertragung über die Stromleitungen.

Bei den Überlegungen, wie man am besten vernetzt, sollte man „von den Inhalten ausgehen, die die höchste Bandbreite haben“. Meist werden das Videos sein. Idealerweise verbindet man dann die Geräte, die Filmdateien untereinander austauschen, über ein Kabel. Für Tablets und Smartphones bleibe aber meist nur die WLan-Option. Ansonsten ist WLan natürlich immer dann erste Wahl, wenn man kein Kabel verlegen kann oder will. Bei der Funktechnik muss man vor allem darauf achten, ob die Reichweite stimmt. Eventuell muss man sogenannte WLan-Repeater einsetzen, die die WLan-Signale auffangen und verstärkt weiterleiten, „damit die ganze Wohnung mit einem gleich starken Signal abgedeckt wird“. Es kann aber auch sein, dass der Router schlecht ausgerichtet ist und eine etwas andere Stellung der Antennen, ein Platz-, Frequenz- oder Kanalwechsel schon Besserung bringt.

Hilft alles nichts, bleibt immer noch Powerline. Die Technik ist zuverlässig, setzt aber ein ordentliches und sauber verlegtes Stromnetz voraus. „Ansonsten eignet sich Powerline besonders gut, um über mehrere Räume oder auch Stockwerke hinweg Daten zu verteilen“. Ein Hauptadapter wird in eine Steckdose beim Router gesteckt und mit diesem per Lan-Kabel verbunden. Danach liegen die Netzwerkdaten theoretisch an jeder Steckdose an, in die ein weiterer Adapter gesteckt wird. Dieser gibt die Daten per LAN-Kabel und/oder WLAN an ein Endgerät weiter. Das kann ein Computer oder Fernseher sein.

Auszüges eines Berichtes aus der Norddeutschen Rundschau shz am 07.Jan.2015