Puls wurde erstmals im 7./8. Jahrhundert erwähnt

Der Ortsname Puls wurde erstmals im 7./8. Jahrhundert als damalige Ansiedlung mit Feldmark erwähnt. Siedlungsbereiche und mehrere Hügelgräber lassen auf eine frühere Besiedlung schließen. Die Entwicklung des Ortes wurde durch die Lage an kreuzenden Handelswegen zum Markt nach Schenefeld begünstigt.

Im 9. Jahrhundert drangen Franken, Wenden und dänische Wikinger in den von Sachsen besiedelten Steinburger Raum ein. Im 30jährigen Krieg kam es dort zu Kämpfen zwischen den Schweden und Dänen. Die Entwicklung war rückläufig. Während sich Orte an schiffbaren Flüssen, wie z. B. Wilster, Krempe, Glückstadt und auch Itzehoe, entwickelten, waren Grossteile der östlichen Geest mit Moor, Heide und Wald bedeckt.

Eine Landwirtschaft entwickelte sich im 17./18. Jahrhundert. Sie wurde im Steinburger Raum auf Gütern, aber auch durch Pacht- und Einzelbauern betrieben. Im 18. Jahrhundert fand eine Agrarreform statt. Güter wurden aufgelöst und die Flächen an Einzelbauern zur Bewirtschaftung übergeben. Im 19. und 20. Jahrhundert hat sich Puls zu einem typischen Bauerndorf einschließlich dazugehöriger Handwerksbetriebe entwickelt. Diese Entwicklung ist jedoch rückläufig.

2015 hat Puls ca. 600 Einwohner. Es gibt landwirtschaftliche Familienbetriebe. Des Weiteren gibt es einen ortsansässigen Baubetriebe.  Ca. 90 % der Erwerbstätigen sind Pendler, die täglich zur Arbeit Richtung Kreisstadt Itzehoe fahren.

So entwickelt sich der Ort Puls neben seiner Funktion als Standort für landwirtschaftliche Betriebe immer mehr zu einem reinen Wohnort.

Die Zitate wurden aus dem Landschaftsplan vom 23. Februar 1996 entnommen.