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Vorwort

Ursprünglich wollte ich nur etwas über die Kinderfeste in Puls schreiben, aber jetzt sitze ich schon über ein Jahr daran, und ich erfahre immer mehr interessante Geschichten und Begebenheiten über das Dorf und seine Bewohner. Also schreibe ich alles auf was ich in Erfahrung bringen kann.

Manch einer wird meinen, es stünde mir gar nicht zu, in der Vergangenheit von Puls zu stöbern. Dazu möchte ich folgendes sagen: Ich stamme zwar aus Lägerdorf aber als ich 1984 hierher zog, wurde ich so freundlich aufgenommen, dass ich mich von Anfang an gleich wie zu Hause fühlte. Ich habe sehr viel Respekt und Achtung vor den alteingesessenen Generationen von Pulsern, die das Dorf zu dem gemacht haben, was es jetzt ist. Ich weiß genau, dass es ein langer und beschwerlicher Weg war, aber jetzt ist Puls ein schönes und sehenswertes Dorf, das für mich das Wort „Heimat“ verdient hat.

Die Zeit wird immer wieder etwas verändern, bei den Menschen und im Dorf. Einige Sitten und auch Vereine und Verbände werden aufgegeben, neue kommen hinzu, es ist vielleicht schade, aber wir dürfen uns nicht vor dem Neuen verschließen, denn zu einem alten Brauch kann nur das werden, was einmal neu angefangen und dann ständig wiederholt wird. Das eine bleibt bestehen und das andere wird wieder vergessen, aber wir müssen mit der Zeit gehen, auch wenn es immer heißt: „die gute, alte Zeit". Denn irgendwann ist das Heute Vergangenheit: und wir Jungen sind die Alten von damals.

Unser Bürgermeister Jürgen Schmid überließ mir die alten Bücher der Schule und die Berichte der Gemeindevertreter. Alles, was ich geschrieben habe, lässt sich irgendwo nachlesen, und was man mir erzählte, habe ich, so gut es ging, nachgeprüft.

Ich konnte dieses Buch nur mit der Hilfe von Auguste Greve schreiben, denn nach dem Tod meiner Mutter war sie es, die mir die alten Handschriften, die teils unleserlich und obendrein in deutscher Schrift geschrieben waren, vorlas. Auch war sie es, die mir viele Geschehnisse so lebendig erzählte, dass ich sie mir bildhaft vorstellen konnte. Ohne sie hätte ich es wahrscheinlich nicht geschafft, dieses Buch so zu schreiben, wie ich es mir vorgestellt hatte.

auguste greve 01auguste greve 02Anmerkung von Harald Greve: Meine Mutter, Auguste Greve geb. Trede ist am 22. November 2013 zwei Monate vor ihrem  95. Geburtstag verstorben. Mit ihr alle ihre Erinnerungen, die nun hier, dank Heinke Blank, zum Teil aufgeschrieben bleiben.

Die Bilder, die sich in dieser Dokumentation befinden, stammen aus der Chronik von Schenefeld, aus den Büchern der Schule von Puls, aus den Niederschriften des Gemeinderats, aus den Protokollen des Sportvereins, aus dem Buch der Rendsburger Kreisbahn „Rosas Zeiten", von Dr. K. Nühs, der sie teils aus dem Kreisarchiv und teilweise von Privatleuten erhalten hat, von Jürgen Schmid, von Renate Schmidt, von Margot Holling, von Werner Ehlers, von Hans-Jürgen Sierk, von Auguste Greve, von Hartmut Gadow, von Rudolf Mohrdieck, von Fam. Fink, von Rolf Brandenburg und von Clemens Dau.

Vielen Dank dafür und für jede andere Hilfestellung.

Heinke Blank