Volkstrauer einmal anders

Jugendliche aus Puls gestalten Gedenkveranstaltung mit

von Kristina Mehlert aus dem Mitteilungsblatt sh-z vom 23.11.2018

volkstrauertag 2018

Erstmals gestalteten auch Jugendliche die Gedenkfeier zum Volkstrauertag mit. „Unsere Gesellschaft muss das Bewusstsein für diese Verantwortung an künftige Generationen weitertragen“, betonte Bürgermeister Jens Stöver. Besonders erfreut aber zeigte er sich, dass mehr als 60 Einwohner teilnahmen.

Zunächst war es Stöver selbst, der an das Ende der beiden Weltkriege vor 100 und 73 Jahren erinnerte. „Beide Kriege haben unermessliches Leid über die Menschen gebracht. Und wenn wir uns heute daran erinnern, dann auch, weil wir aus unserer Vergangenheit lernen wollen.“ Geschichte, so Stöver weiter, liefere keine eindeutige Anleitung, es besser zu machen. Aber sie sei die Grundlage unseres historischen Bewusstseins. Auch betonte Stöver, dass Trauer ein wesentlicher Bestandteil des Erinnerns sei.

„Wir blicken auch und gerade auf die Gefallenen der beiden Weltkriege. Denn sie haben unsere Geschichte und damit unser heutiges Dasein geprägt.“ Weiter sagte Stöver: „Wir sind es ihnen schuldig, ihr Gedächtnis in uns wach zu halten. Vergessen wäre Verleugnung unserer Geschichte und unserer Wurzeln.“

Den Worten schlossen sich Oke Hinz und Lars Hagen Holling mit dem Totengedenken an, ehe Eyllen Bernert einen von Astronaut Alexander Gerst zur Erde gesendeten Beitrag verlas. In Ehrfurcht vor den Toten der beiden Weltkriege und der Opfer von Gewaltherrschaft sowie aller Kriegsopfer und im Dienst gestorbenen Soldaten weltweit legte Stöver schließlich als Zeichen des Gedenkens den Kranz am Ehrenmal nieder.

Musikalisch umrahmt wurde die Gedenkfeier von der erst elf Jahre alten Julia Roggatz. Sie spielte Händels Sonate in F-Dur Nr. 12 der „15 Sonate de camera“ sowie von Anatoli Komarowski das Konzert Nr. 2 für Violine.

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